Heisse Fantasien vom Nachbarn? Völlig Ok!

Ein nettes Lächeln vom Verkäufer, ein Kompliment vom Kellner oder auch einfach nur der Anblick des hübschen Nachbarn, der die Hecke schneidet und ZACK! – Die Frühlingsgefühle sprudeln über…

Muss ich nun etwa schlechtes Gewissen gegenüber meinem Partner haben?


WOHL KAUM!

Ganz ehrlich: Männer tun es doch auch! Ob bei den wöchentlichen oder gar täglichen Schmuddelfilmchen (was nicht heisst, dass uns diese nicht auch gefallen würden…) oder auch bei unseren gemeinsamen Schäferstündchen. Wer meint, er schliesse die Augen ausschliesslich aus Genuss, der irrt sich wohl. Ganz schnell kommen hier die Bilder der hübschen Arbeitskollegin oder der besten Freundin der Schwester ins Spiel. Müssen wir uns deswegen Sorgen machen? Solange es nur bei der Fantasie bleibt, bestimmt nicht. Es handelt sich lediglich um eine kleine Unterstützung! Einen Lust-Booster – Mehr nicht! 

Ausserdem könnt ihr das Ganze auch mal aus einer anderen Perspektive sehen, Mädels:

Was er darf, dürfen wir auch!

Also ran an die Fantasie! MIT WEM wolltet ihr schon immer mal, durftet aber nicht? Euren Gedanken sind keine Grenzen gesetzt! Ihr werdet sehen, was das für einen Spass machen kann!!!

Ja ich will! – oder doch nicht?!

Der schönste Tag deines Lebens – im weissen Kleid und mit langer Schleppe schreitest du vor den Altar und gibst deinem Liebsten das Ja-Wort – für wirklich alle Frauen eine Traumvorstellung?

Selbst die berühmtberüchtigte Julia Roberts hat sich am Ende des Films getraut – also wird es wohl zwangsläufig darauf hinauslaufen müssen – oder?

Heiraten ja oder nein ist heutzutage ein schwieriges Thema. Ist man altmodisch, nur weil man an das Modell “Ehe” glaubt? Und was ist, wenn man es bevorzugt, keinen Bund fürs Leben einzugehen? Ist man dann unreif? Feige?

Was ist mit den Kommentaren der Männerwelt? “Hochzeiten sind für Frauen gedacht” – so heisst es – und: “Der schlaue Mann lässt sich von keiner Frau so schnell vor den Traualtar zerren”. Vermitteln Frauen wirklich dieses Bild? Sind WIR diejenigen, die auf eine Eheschliessung pochen? Sehen wir uns immer noch als “Frau von” und können es gar nicht erwarten, unseren Nachnamen abzugeben? 

Ich selbst bin – wie wohl viele andere auch – zumindest was das Heiraten an sich betrifft etwas zwiegespalten. Die Ehe hat in meinen Augen eine grosse Bedeutung und vermutlich auch einen grossen Wert für die Gesellschaft. Stabilität, Familienzugehörigkeit, Ernsthaftigkeit – Werte, die in unserer Welt meist zu kurz kommen, leben durch sie wieder auf. Man unternimmt zumindest den Versuch, ein Leben lang mit ein- und derselben Person zu verbringen.

Dass die Realität etwas anders aussieht, wissen wir alle. Scheidungsraten, Seitensprünge, die abnehmende Kooperationsbereitschaft von Mann UND Frau – alles Gründe, die eher gegen den Bund für die Ewigkeit sprechen. Ich habe als Kind niemals Hochzeit gespielt, habe nie vom Heiraten geträumt, nie heimlich Brautkleider anprobiert oder meinem Partner gegenüber entsprechende Anspielungen gemacht. Im Gegenteil. Bin ich deswegen feige oder unreif? Vielleicht! Aber ich habe das selbe Recht dazu unreif zu sein, wie jeder Mann auch. Heiraten ist definitiv KEINE “Frauensache”, sondern für Paare (welchen Geschlechts auch immer) gedacht, die so mutig sind einander zu versprechen, dass sie sich nichts schöneres vorstellen können, als ein gemeinsames FÜR IMMER.

“Ups and Downs” der Lust

“Ups and Downs” der Lust

Wart ihr schonml über einen längeren Zeitraum hinweg mit jemandem zusammen und habt bemerkt, dass das Sexleben nicht mehr so war, wie am Anfang? Wollte euer Freund über ein paar Tage oder Wochen hinweg weniger oder gar keinen Sex? 

Vor ein paar Wochen hatte ich eine alte Schulfreundin zu Besuch, die mir nach ein zwei Gläsern Wein anvertraute, dass es zwischen ihr und ihrem Freund nun nach fast wei Jahren Beziehung nicht mehr ganz so heiss her geht. “Was soll nur aus uns werden? Wir sind nicht einmal dreissig, haben keine Kinder und trotzdem vögeln wir nur einmal im Monat! Am Anfang waren wir wie Tiere! Und je mehr ich mich da reinsteigere, desto schlimmer wirds!”. Jepp- das kannte ich. Auch ich bin schon mal in Panik darüber geraten, weil mein Partner plötzlich über ein paar Wochen hinweg keinen Sex wollte. Ich fühlte mich unattraktiv, begann misstrauisch zu werden und setzte ihn – was natürlich völlig kontraproduktiv war – ungewollt unter Druck. Nur um einige Monate später zu merken, dass sich alles wieder wie von selbst legte und nach einem gemeinsamen Abend im Theater und mit zwei drei Gin-Tonics und einem einladenden Dekolleté, eine Nacht wie aus dem Bilderbuch – oder besser gesagt wie aus dem Pornoheftchen – anstand. Ups and Downs der Lust sind zum Teil hormonell- und zum Teil stress- oder alltagsbedingt, also völlig normal und nichts weswegen wir uns Druck machen müssten. In der heutigen Gesellschaft wo sich alles immer nur um den perfekten Sex und den dreifachen Orgasmus dreht und wir alle uns wegen Tinder und Co. fürchterlich austauschbar fühlen, verlieren viele Menschen den Sinn für die Realität.

Genau das sagte ich meiner Freundin auch und sie schaute mich mit grossen Augen an. “Danke! Weisst du, dass du die Erste bist, die ich so ehrlich darüber sprechen höre? Ich habe dieses Problem auch schon mit der einen oder anderen Freundin bequatscht und die Antworten waren immer – WAAAAS? Zwei Wochen ohne Sex? Das ist nicht normal!!! Der Kerl bekommt doch keinen hoch… oder hat eine Andere…” .

Fazit: Wenige Menschen werden ihre Flauten wirklich offenlegen und noch weniger werden zugeben, wie sehr sie dieser Umstand betrifft bzw. besorgt. Aber eins ist klar: “Ups and Downs” haben wir alle!!!