Die nackte Wahrheit – Warum Frauen realistischer sein sollten

Als ich noch klein war, bekam ich von meiner Mum oft einen Spruch zu hören, der sich aus dem Spanischen ungefähr wie folgt übersetzen lässt:

Die Sonne lässt dich nicht mit nur einem Finger verdecken.

Als Teenager dachte ich, ich hätte den Spruch bzw. seine Bedeutung endlich verstanden. Ich hielt mich für realistisch, klug und spätestens nach dem ersten Liebeskummer hatte ich meine Lektion gelernt.

Als Erwachsene musste ich erkennen: Ich hatte NICHTS begriffen.

So wie die meisten von uns…

Idealisieren wir Frauen mehr?

Im Allgemeinen lässt sich wohl sagen, dass jeder Mensch irgendwann in seinem Leben mal etwas oder jemanden idealisiert hat. Aber es ist wahr, dass Frauen aus verschiedenen Gründen dazu neigen, mehr zu idealisieren als Männer. Warum? Und worin liegt hierbei das Problem?

Was ist Idealisierung überhaupt?

Was ist Idealisierung? Im Grunde besteht Idealisierung darin, etwas oder jemanden über seine eigentlichen Eigenschaften hinaus zu verstärken, ihm Eigenschaften zuzuschreiben die er nicht besitzt. Man verleiht ihm eine Vollkommenheit, die er definitiv nicht besitzt.

Und warum idealisieren wir?

Die Frage ist relativ leicht zu beantworten. Wir schreiben jemandem Eigenschaften zu, die er nicht hat, weil wir in ihm die perfekte Ergänzung zu uns selbst sehen möchten. Obwohl ich selbst kein grosser Fan von Siegmund Freud bin, hat er zu diesem Thema mal etwas sehr spannendes gesagt:

“Das Objekt (der Liebe) wird als das eigene Ich des Subjekts behandelt, das beim Verlieben einen erheblichen Teil der narzisstischen Libido auf das Objekt überträgt, wobei sich zeigt, dass das Objekt dazu dient, ein ideales ICH zu ersetzen was sonst nicht erreicht wird”.

Einfacher ausgedrückt:

Die Idealisierung einer Person gibt uns das Gefühl, vollständiger und glücklicher zu sein und verleiht unserer Beziehung einen Sinn.

Und genau hier liegt der springende Punkt, warum Frauen mehr idealisieren als Männer.  Durch unsere Neurobiologie, unser Mitgefühl und auch durch unsere soziokulturell erlernten Vorlieben und Verhaltensmuster, legen wir viel mehr Wert auf Romantik. Wir wollen mehr als eine vernünftige Beziehung und tief im Inneren sehnen wir uns danach, unseren Seelenverwandten zu finden, die Person, die alles erfüllt, was wir schon immer wollten. Und wenn wir meinen sie gefunden zu haben, dann wird sie in unseren Köpfen zu dieser einzigartigen perfekten Person, für die wir sie gern halten würden.

Wo liegt das Problem? – Desillusionierung

Wenn es darum geht zu erkennen, dass jemand nicht unseren Erwartungen entspricht, sind Entäuschung und Frust enorm. Ich würde sogar sagen, dass es so gut wie unmöglich ist, sich von einer wirklichen Enttäuschung zu erholen. Enttäuschen heisst schliesslich nichts anderes als das wir getäuscht wurden/uns haben täuschen lassen und dieser Schleier nun weg ist. Man sieht nichts weiter als die nackte Wahrheit und die ist meist nicht so schön wie man es sich vorgestellt hatte. Darüber hinaus kann man den Schleier nicht einfach wieder zurückhängen und gut is…

Um uns selbst zu schützen, müssen wir lernen realistischer zu sein. Das Leben ist kein Märchen und Beziehungen sind nicht so, wie sie in den Liebesliedern dargestellt werden. Seien wir ehrlich: Wie stehen die Chancen, dass der Mensch an unserer Seite wirklich so unvollkommen ist, wie wir denken? Sind wir es denn selbst?

Man kann die Sonne nicht mit einem Finger verdecken.

Stattdessen sollten wir uns lieber in der Realität aufhalten, das JETZT geniessen, leben statt zu leiden und spüren statt zu idealisieren.

Kann ein Mann Feminist sein? 20 Dinge, die Männer für den Feminismus tun können

1. Lies Bücher von Frauen, schau Filme von Frauen und höre Musik von Frauen.

2. Sag nie wieder, dass Frauen noch nie etwas Wichtiges erfunden haben. Informier dich lieber besser…

3. Unterbrich Frauen nicht (besonders nicht am Arbeitsplatz). Du wirst nicht glauben, wie oft es uns passiert, dass man uns nicht zu Wort kommen lässt.

4. Unterbrich Männer, die eine Frau unterbrechen.

5. Glaube Frauen, wenn sie euch von ihren Erfahrungen erzählen. Vor kurzem wurde ein Video einer Frau in einem “Smartdress” veröffentlicht, das die Anzahl der Berührungen während einer Partynacht (ca. 40 mal pro Stunde) zählen konnte. Die Männer, die sich das Video ansahen, reagierten sehr überrascht über die Menge der unerwünschten Berührungen. Wie oft haben wir euch gesagt, dass wir ständig angetatscht werden?

6. Gib einer Frau keinen Ratschlag, den du für einen Mann nicht für angemessen hältst.

7. Kommentiere niemals den Körper einer Frau und berühr sie nicht einfach ohne dass sie dir eindeutige Signale sendet. Und schon mal gar nicht im Berufsalltag. Das ist absolut inakzeptabel!

8. Wenn sie nicht nach deiner Meinung gefragt hat, sag einer Frau mit kurzen Haaren oder kurzen Nägeln nicht, dass du lange Haare/lange Nägel bevorzugst. Auch Aussagen über fehlendes Makeup und Co. sind völlig unangebracht.  

9. Wenn du eine Frau siehst, die nachts allein unterwegs ist, komm ihr nicht zu nahe. Halte ein wenig Abstand oder wechsle den Bürgersteig.

10. Bezahle Frauen genauso viel wie Männern.

11. Gib deiner Tochter, was du deinem Sohn gibst. Nicht mehr und nicht weniger.

12. Hilf deiner Partnerin nicht im Haushalt. Mach die Hälfte und das war’s. Es ist auch dein Zuhause…

13. Wann immer du dir nicht sicher bist, ob du etwas Sexistisches sagst oder tust, mache den einfachsten Test, den es gibt: Ändere das Geschlecht in deinem Kopf. Plötzlich klingt es seltsam?

14. Wenn du dich entscheidest, ein Baby zu bekommen, tue nicht nur, was sie von dir verlangt. Du hast einen eigenen Kopf, um selbst zu denken. Die Läzchen oder die Fläschchen müssen gewaschen werden? Das siehst du auch selbst, oder?

15. Informiere dich gern ein wenig über Menstruation, PMS, Schwangerschaft, Geburtenkontrolle und den weiblichen Orgasmus. Es ist beeindruckend, wenn nicht sogar erschreckend, wie wenig Männer über diese Themen wissen…..

16. Nenne eine Frau niemals “hysterisch”. Erkundige dich über den Begriff, bevor du den Mund aufmachst.

17. Weigere dich nicht, mit Frauen auszugehen, die mehr Geld verdienen als du.

18. werde nicht wütend oder nimm es persönlich, wenn Frauen Kommentare über Männer mit schlechtem Verhalten abgeben. Es gibt eine Menge von ihnen da draußen und das bedeutet nicht, dass du einer von ihnen bist.

19. Sei ein gutes Beispiel. Sowohl für deine Kinder und Neffen, als auch für deine Freunde, Kollegen und sogar für deinen Vater. Eine Person kann viel tun… JEDER Mensch hat mindestens einen seltsamen Freund, der mehr als einmal einfach übertreibt. Wie oft hast du das selbst wahrgenommen aber nichts gesagt?

20. Danke den Feministinnen für das, was sie für diese Welt tun. Diese Veränderung bedeutet nicht nur eine Verbesserungen für uns Frauen. Der Mann befreit sich allmählich von dem auf ihm lastenden Druck. Eins muss uns allen bewusst werden: Im Team sind wir einfach stärker!!!

Ich bin 30 Jahre alt und ich liebe es!!!

„Bald ist es aus mit der Jugend“ oder „Der Spaß ist vorbei und der Ernst des Lebens fängt an“ – Sätze, die ich in den letzten Monaten mehrmals zu hören bekommen habe.

Du bist 30 und hast keine Ahnung wo du in den nächsten 5 Jahren hinmöchtest? Du bist 30 und hast noch keinen Ring am Finger?

DREIßIG DREIßIG DREIßIG. Eine Zahl die scheinbar bei vielen Menschen dort draußen den Unterschied ausmacht. Einige wollten in dem Alter bereits eine Familie gegründet haben. Andere wollten längst die Karriereleiter aufgestiegen sein, studieren aber immer noch.

DREIßIG. – Psst. Ich verrate dir ein Geheimnis. DREIßIG zu sein ist gar nicht mal so übel.

Ich bin 30 und ich liebe es. Warum?

Wir sind großartig.

Frauen in den 30ern sind einfach großartig. Wir haben vielleicht das ein oder andere Kilo oder die ein oder andere Falte mehr als in den 20ern. Aber was macht das schon? Das schönste an uns ist unser Lachen, unsere Ausstrahlung, unser Charakter und unsere Selbstsicherheit. Und davon haben wir mehr als je zuvor.

Wir sind sexy.

Ein junger Mann sagte mir vor ein paar Wochen: „Was für ein gefährliches Alter.“ Natürlich bin ich stutzig geworden und habe ihn gefragt was er damit meine. „Frauen in deinem Alter haben die größte Auswahl ever. Ihr verdreht Männern zwischen 20 und 50 den Kopf. Wir haben gar keine Chance!!!!“. – Wohl eines der lustigsten und charmantesten Komplimente, die ich jemals zu hören bekommen habe. Und das Beste daran: Der Kerl hatte absolut Recht! Mit 30 sind wir keine jungen unsicheren Dinger mehr, die nicht wissen was sie wollen. Wir sind attraktiv, selbstbewusst und tun das, wozu wir Lust haben.

No more Drama

Vor ein paar Wochen hab ich mit einer Freundin telefoniert und da kam das Thema Drama auf den Tisch. Mit dreißig scheint alles einfacher zu sein, nicht? Wir legen weniger Wert auf Unsinn, wir regen uns nicht mehr so leicht auf und vor allem erkennen wir viel schneller, dass vieles es gar nicht wert ist, ein großes Ding draus zu machen. No more Drama –  Jott sei Dank!!!!

Wir gönnen uns mehr.

Wenn ich an meine Studienzeit zurückdenke, dann gebe ich zu, dass ich Spaß hatte. Ja. ABER – den habe ich heute auch und der Unterschied ist: Heute kann ich mir Dinge leisten (sowohl finanziell als auch von der Zeit her), die damals nicht gingen. Kein schlechtes Gewissen mehr wegen der Party am Samstag trotz Klausur am Montag, kein Stundenlanges Überlegen ob der Film jetzt wirklich die acht Euro im Kino wert ist. Wir sind freier und das zu gönnen, was uns Freude bereitet und Ende.

Ich könnte noch stundenlang so weiter machen, Mädels. Im Ernst. Wenn ihr also auch dreißig Jahre alt seid, genießt es und seid glücklich!!!! Wir sind jung, wir sind frei, wir können alles haben, was wir wollen!!!

Fallen dir weitere Gründe ein, warum wir es lieben 30 zu sein? Teile sie in einem Kommentar!

Wenn Frauen in einer Beziehung gefangen sind, die sie zerstört – Toxic Relationships

Wenn Frauen in einer Beziehung gefangen sind, die sie zerstört, fällt es ihnen meist schwer, sich dies selbst einzugestehen. Der folgende Text ist im Original (spanisch) von meiner Freundin Belén, die ihre Geschichte mit uns teilt, um Frauen in aller Welt vor den Konsequenzen einer ungesunden Beziehung zu warnen.

An erster Stelle stehe ich!

Ich war vor einigen Stunden aus dem Süden zurückgekehrt und hatte zwei Koffer mitgebracht; der eine war voll mit Kleidung und der andere mit Wunden, Schlägen und Misshandlungen verschiedenster Art und Weise. Den zweiten Koffer wollte ich ins Leere werfen, ihn tief im Ozean versenken. Ich konnte und wollte diese Last nicht mehr tragen.

Ich war 10 Kilo leichter, mein Gesicht abgemagert, meine Knochen sichtbar. Alles, was ich aß, wollte ich wieder hochwürgen, manchmal kam Blut aus meinem Zahnfleisch. Ich hätte schwören können, dass ich langsam sterbe. Ich hörte auf, meine Freunde zu sehen, ich zog mich nicht mehr so an wie früher, ich lächelte nicht mehr und das Licht in meinen Augen wurde immer dunkler.

Ich baute immer wieder auf meine Beziehung, egal was passierte, ich liebte dich mehr als alles andere, ich gab mich selbst auf. Obwohl ich wusste, dass ich langsam versank, obwohl ich wusste, dass der Sturm eines Tages kommen würde, blieb ich bei dir. Was war um uns geschehen? Wann war der Faden, das Geflecht aus Respekt, Liebe und Vertrauen gerissen?

Ich saß in einem Loch in dem es keinen Frieden gab, nicht für mich. Kein Licht, kein Lachen, denn die Traurigkeit und Verzweiflung war stärker als die Freude. „Niemals wird sich etwas ändern“ – hatte ich gedacht. „Niemals“. Und es war mir egal. Ich hatte bereits das Handtuch geworfen. Ich kümmerte mich um nichts mehr, die Tage vergingen und mit jedem Morgengrauen hörte ich ein Stück weiter auf zu existieren.

Niemand würde erkennen, was mit mir geschah

Es kamen die Schläge, die blauen Flecken. Ich verdeckte sie unter langer Kleidung. Niemand würde erkennen, was mit mir geschah, niemand bemerken, wie ich stumm um Hilfe schrie, niemand von dem Albtraum wissen, in dem ich lebte.

Als wir uns das letzte Mal sahen, wusstest du nicht, dass ich dich verlassen würde. Die letzte Nacht, die wir verbrachten, den letzten Kuss, das letzte „bis bald“. Bei allem Schmerz den ich empfand als ich ging, wusste ich, dass es sein musste, dass die Zeit gekommen war. Ich hatte beschlossen zu gehen um zu leben, um glücklich zu sein.

Es war ein „Auf Nimmerwiedersehen“. Ich war mir bewusst, dass mir Nächte bevorstanden, die nicht einfach werden würden. Stunden in denen ich an dich denken und deine Nähe vielleicht sogar vermissen würde. Aber ich stand an erster Stelle.  

Heute…

Heute bin ich stärker als je zuvor, meine Augen haben ihr Leuchten wiedergefunden, meine Lippen ihr Lächeln. Ich habe Lust zu leben, bin voller Energie. Ich bin gefallen um wieder aufzustehen. Mit Sicherheit werde ich noch das eine oder andere Mal in meinem Leben fallen. Aber heute weiß ich, dass ich die Kraft haben werde mich selbst wieder aufzurichten. Ich verspreche mir selbst, mich zu lieben und zu respektieren, nie wieder zu schweigen, zu lachen und zu leben. Und vor allem sage ich mir immer wieder: An erster Stelle stehe ich!  

                                                                                                                                                  BELUGENSO

Vielleicht möchtest du auch einen Blick in meinen Artikel “Tut Liebe wirklich weh?” werfen.

Hilfe, ich bekomme keinen hoch!

Heute habe ich wieder einen ganz besonderen Gastbeitrag für euch, der nicht nur aber auch an meine männlichen Leser gerichtet ist. Viel Spass damit!

Tipps zum Umgang mit Erektionsproblemen

„Erektionsprobleme? Ja, ich habe sie!“ So oder so ähnlich sollten alle Männer auf ihren schlaffen Penis reagieren. Die Realität sieht jedoch oft anders aus. Viele Männer, die unter einer erektilen Dysfunktion leiden verstecken sich hinter Selbstvorwürfen und Zweifeln. Dabei ist eine ärztliche Untersuchung und der offene Umgang mit den Problemen wichtig.

Seit Anfang des Jahres habe ich eine neue Freundin. Alles scheint perfekt. Wir teilen die gleichen Interessen und Werte, wir unternehmen viel und lachen häufig. Nur im Bett klappt es nicht. Zumindest bei mir nicht. Schon bei unserer ersten gemeinsamen Nacht bekam ich keine Erektion. Das kann durchaus am Alkohol gelegen haben. Dachte ich mir. Bis ich beim zweiten Versuch wieder Schwierigkeiten hatte. Diesmal nüchtern.

Zack! Da waren sie. Die Selbstvorwürfe und Zweifel. Sätze wie „Was stimmt nicht mit mir?“ und „Oh Gott ist das peinlich“ durchquerten meinen Kopf. Ich fühlte mich schlecht, verunsichert und schuldig. Ich sagte meiner Freundin, dass es mir Leid tue und ich auch nicht wüsste, woran es liegt. Sie reagierte gelassen, lächelte mich an und küsste mich. Ein wahrer Liebesbeweis.

Was sind die Ursachen?

Doch damit war mein Erektionsproblem nicht gelöst. Ich grübelte tagelang. „Wieso bekomme ich keinen hoch? Woran kann das liegen?“ Schließlich ging ich zum Arzt. Der erklärte mir, dass es viele Gründe dafür gibt, keinen steifen Penis zu bekommen. Stress. Beziehungsprobleme. Alkohol und Nikotin. Diabetes oder eine Unterfunktion der Schilddrüse. In einigen Fällen können erektile Probleme sogar Vorboten eines Herzinfarkts sein. Doch keine Panik. In den meisten Fällen stecken gerade bei jungen Männern psychosomatische Ursachen dahinter.

In meinem Fall ist es ziemlich eindeutig. Schon seit längerer Zeit bin ich in meinem Job sehr unzufrieden. Der dadurch entstehende Dauerstress ist vermutlich der Grund für meine fehlende Lust im Bett und die erektilen Probleme. Gleichzeitig kann eine Mangelernährung als Ursache nicht ausgeschlossen werden.

Wie damit umgehen?

Ich habe vom Arzt Tabletten verschrieben bekommen. Die helfen. Und haben kaum Nebenwirkungen. Klar ist das Problem damit nicht aus der Welt, aber fürs Erste habe ich wieder Spaß im Bett. Und meine Freundin auch. Eine Langzeituntersuchung steht dennoch bevor. Nach meinen anfänglichen Selbstzweifeln gehe ich nun entspannter mit der Situation um. Ich kenne die vermeintlichen Gründe und habe die Unterstützung meiner Freundin.

Aus meiner Erfahrung heraus rate ich deshalb allen Betroffenen: Cool bleiben. Es ist normal immer mal wieder Erektionsprobleme zu haben. Treten sie jedoch häufiger auf, solltet ihr unbedingt zum Arzt gehen. Es ist keine Schande. Auch wenn es sich unangenehm anfühlt. Für den Urologen ist das das Tagesgeschäft. Nur er kann euch fachmännisch untersuchen und abklären, ob eine ernsthafte Erkrankung hinter dem schlaffen Penis steckt. Redet zudem offen und ehrlich mit eurem Partner oder eurer Partnerin über die Probleme. Sollten psychosomatische Ursachen festgestellt werden, entspannt euch. Beispielsweise bei einem heißen Bad oder in der Sauna. In akuten Fällen könnt ihr eine Psychotherapie in Erwägung ziehen. Auch das ist keine Schande.

Autor: John Flender

Eifersüchtig auf die/den Ex?

Eifersüchtig af den Ex-Partner zu sein, bedeutet sich in der Vergangenheit zu verlieren. Warum wir es trotzdem tun und woran wir denken sollten, wenn es mal wieder soweit ist…

Wer kennt es nicht?

Der oder die Ex ist mal wieder Gesprächsthema. Warum? Ein Anruf, eine Whatsapp oder sogar eine einfache Erinnerung reichen bereits aus und schon wieder wird über diese eine Person gesprochen, die wir doch eigentlich längst vergessen haben wollten. Was zum Donnerwetter hat das zu bedeuten? Warum kommt immer wieder ihr/sein Name auf den Tisch? Und vor allem: Muss das sein?

Eifersüchtig auf die Vergangenheit

Um zu verstehen, warum wir dem Ex-Partner so viel Bedeutung zumessen, sollten wir uns bewusst werden, dass es uns grundsätzlich gar nicht um diesen Menschen geht, sondern um das, wofür er steht. Nämlich? Die Vergangenheit unseres Liebsten und die Tatsache, dass er irgendwann einmal ohne uns und mit jemand anderem glücklich und zufrieden war. Der Gedanke daran versetzt uns einen Stich, weil sie unsere eigene Bedeutsamkeit herunterschraubt und uns das Gefühl gibt austauschbar zu sein.

Ja aber dass der Partner eine Vergangenheit hat ist doch etwas völlig Normales, oder? Natürlich! TROTZDEM lässt sich immer wieder beobachten, wie Menschen sich wegen der/des Verflossenen in die Haare bekommen.

Was vorbei ist, ist vorbei …

Das gilt sowohl für unseren Partner als auch für uns. Wenn wir uns selbst dabei erwischen, immer wieder an unseren Ex zu denken oder sogar von ihm zu sprechen, sollten wir uns vielleicht Gedanken machen ob das unserem Freund/unserer Freundin gegenüber so fair ist und sich dieser/diese vielleicht unwohl dabei fühlen könnte ständig mit seinem Vorgänger konfrontiert zu werden. Was vorbei ist, ist vorbei und wenn wir uns in der Vergangenheit bewusst gegen eine Person entschieden haben, dann muss diese in unserer Gegenwart auch keine Rolle mehr spielen.

Umgekehrt sollten wir allerdings auch in der Lage sein, bewusst zu reflektieren was ins uns vorgeht und dass der oder die Verflossene wesentlich weniger Bedeutung hat als wir dieser mit unserem Verhalten zumessen. Vergangenes ist vorbei und die Gegenwart ist das hier und jetzt, mit UNS an seiner/ihrer Seite. Also Schluss mit den Eifersüchteleien…

Tut Liebe wirklich weh?

Wie oft schon haben wir jemanden sagen hören, dass Liebe wehtut. Aber haben wir schon mal ernsthaft innegehalten und über diese Worte nachgedacht? „Wenn du wirklich verliebt bist, dann tut Liebe weh“ – sagte mir einmal eine gute Freundin. Hatte sie Recht?

Wenn es wehtut, ist es keine Liebe

Heute, mehrere Jahre später, kann und will ich meiner Freundin widersprechen. Viele Menschen sind zwar der Ansicht, dass echte Gefühle mit Schmerz und mit Drama in Verbindung stehen. „Liebe und Hass liegen dicht beieinander“ oder auch „Liebe ist, wenn der Eine nicht ohne den Anderen leben kann“ – Sätze, die vermeintliche Romantiker an Häuserwände kritzeln oder gnadenlos über Facebook und Co. in die Welt hinausschießen.  Diese Dinge werden oft so daher gesagt, ohne ernsthaft über ihre Bedeutung sowie ihre Folgen zu reflektieren. Wie viele junge Mädchen gibt es da draußen, die wirklich an den Inhalt dieser Floskeln glauben?  Die alles ohne Wenn und Aber hinnehmen und mit sich wer weiß was machen lassen, weil es ja schließlich „dazugehört zu leiden“.

An all diese Mädels:

Liebe bedeutet NICHT, für jemanden alles aufzugeben, was einem wichtig ist oder sich komplett nach ihm zu richten. Liebe bedeutet NICHT, am Morgen mit geschwollenen Augen aufzuwachen, weil man sich in den Schlaf geweint hat. Liebe bedeutet NICHT, dass man akzeptieren muss, dass er uns schlecht behandelt oder ignoriert. Liebe bedeutet NICHT, dass wir ständig Angst haben müssen, den anderen zu verlieren. Liebe bedeutet NICHT, sinnlos zu leiden. Liebe bedeutet NICHT, die andere Person zu seinem absoluten Lebensmittelpunkt zu machen oder nicht ohne ihn leben zu können. NATÜRLICH können wir ohne den Anderen leben. Wir sind schließlich auch allein auf die Welt gekommen. Der springende Punkt ist, ob dieser andere Mensch unser Leben bereichert, verschönert, uns etwas gibt, was wir ohne ihn nicht hätten. Liebe koexistiert mit Selbstliebe und geht mit ihr Hand in Hand. Liebe bedeutet etwas Schönes, Wärme, Geborgenheit, Vertrauen, Spaß, Freude…

Wenn es wehtut, dann ist es keine Liebe…

Ehrlich währt am längsten… Oder?

Manchmal ist das so eine Sache mit der Wahrheit. Sie kann wehtun, unangenehm sein oder auch –je nach Situation- einfach unangebracht. „Papi, Papi! Guck mal! Die im Fernsehen machen genau das gleiche wie Mama mit Onkel Klaus!“ – kennt ihr die Werbung? Was bei unzähligen Zuschauern für Lacher gesorgt hat, ist doch gleichzeitig eine Reflektion zum Thema Wahrheit. Wie ehrlich ist unsere Gesellschaft? Wollen wir die Wahrheit wirklich hören? Wie sehr wird Ehrlichkeit an uns geschätzt?

Vor einigen Tagen zog ich mit einer Freundin um die Häuser und wir trafen einen jungen Mann, der uns um eine Zigarette bat. Wir plauderten ein wenig, rauchten und er verabschiedete sich wieder. Einige Stunden später trafen wir denselben Mann mit seiner Freundin wieder. Er tat so, als hätte er uns noch nie gesehen und leugnete sogar auf unser Nachfragen hin, uns zu kennen. Warum tut man so etwas? Hatte das wirklich Sinn?

Der Wandel der Gesellschaft

Es war einmal eine Welt, in der Ehrlichkeit als eine erstrebenswerte Tugend galt. Man vertraute auf das Wort des jeweils anderen und besiegelte Absprachen mit einem Handschlag. Heutzutage ist das anders. Menschen haben „gelernt“ sich gegenseitig zu misstrauen, nichts mehr auf Anhieb zu glauben (schließlich wissen wir alle wie viel Müll in den Medien verbreitet wird) und scheinen in ständiger Abwehrhaltung durchs Leben zu schreiten.

Und tatsächlich, in Zeiten von Dieselgate und Co. kommt mir immer wieder der Gedanke auf, ob unsere Gesellschaft mit dem Wandel der Zeit immer unehrlicher wird oder ob es schlichtweg an der Reichweite der Medien liegt, dass Betrugsfälle und Skandale immer häufiger an die Öffentlichkeit gelangen. Ich denke, dass beide Punkte zutreffen und das beides eng miteinander verstrickt sein dürfte. Wie? Ein wenig vereinfacht ausgedrückt: Menschen lügen und betrügen, um sich einen Vorteil zu verschaffen. Betrugsfälle werden aufgedeckt und die Geschichten werden verbreitet. Und wir? Wir werden von Fall zu Fall abgestumpfter und empfinden kleinere Unwahrheiten als normal. Diese Kettenreaktion verändert Stück für Stück unsere Gesellschaft. Schauen wir uns beispielsweise Länder an, die für ihre politischen Korruptionsfälle bekannt sind, lassen sich meist Parallelen in der Bevölkerung feststellen.  „Was DER darf, darf ich schließlich auch!“

Aber was ist mit mir persönlich?

Würdest du dich selbst als ehrlich bezeichnen? Denkst du, du kannst du die Wahrheit vertragen?

Fragen, die sich mit Sicherheit nicht verallgemeinern lassen. Ich selbst würde mich grundsätzlich als ehrlichen Menschen bezeichnen. Sehr ehrlich sogar. Ich würde mich als diese Art Frau beschreiben, der du ganz genau im Gesicht ansehen kannst, was sie gerade empfindet. Wenn ich jemanden nicht leiden kann (was nur sehr selten vorkommt), dann merkt man das sehr schnell. Wenn ich anderer Meinung bin, sage ich das auch. Würde man meine diplomatischen Fähigkeiten bewerten, erhielte ich lediglich ein „sie war stets bemüht“. Das war’s.  Manchmal beiße ich mir selbst auf die Lippe und frage mich, ob ich in dieser Situation wirklich den Mund aufmachen und die andere Person derart vor den Kopf stoßen musste. Andererseits weiß ich auch, dass die Menschen die mich lieben, mich gerade auch für diese Aufrichtigkeit wertschätzen. Natürlich habe auch ich schon gelogen und Dinge getan, auf die ich alles andere als stolz bin. Aber eben hier liegt der springende Punkt. Ich schäme mich für diese Dinge und habe mir zumindest fest vorgenommen, sie nicht zu wiederholen. Und umgekehrt? Wie gut kann ich mit Ehrlichkeit umgehen und wie sehr weiß ich sie zu schätzen. Hier gibt es für mich kein Wenn und Aber und nur sehr wenig Grauzone. Auch wenn die Wahrheit im ersten Augenblick vielleicht unangenehm ist und wir lieber etwas anderes zu hören bekommen hätten, bin ich mir im Nachhinein immer bewusst, dass es wesentlich schlimmer gewesen wäre, angelogen zu werden.

Fangen wir bei uns selbst an

Die Wahrheit wird überschätzt und kleine Lügen tun niemandem weh? Meines Erachtens nach ist das nicht korrekt. Kleinere Lügen – auch wenn sie lediglich der Konfliktvermeidung dienen – führen ebenfalls zu Vertrauensverlust. Wenn ich mich nicht einmal darauf verlassen kann, dass mir mein Gegenüber bei einer Kleinigkeit, einem unwesentlichen Detail, die Wahrheit sagt, wie soll ich ihm dann glauben, wenn es um etwas Wichtiges geht? Statt Konflikten mit Hilfe von Lügen aus dem Weg zu gehen, sollten wir uns lieber überlegen, warum wir diesen Konflikt nun scheuen und ob wir insgeheim wissen, dass unser Verhalten nicht korrekt war.

Die Wahrheit ist und bleibt etwas Wertvolles, dass wir uns erhalten sollten und uns außerdem etwas kostbares zurückgibt: Unsere RUHE. Denn insgeheim wissen wir es: Ehrlichkeit währt am längsten…

Sorry seems to be the hardest word…

Sorry seems to be the hardest word

What have I got to do to make you love me? What have I got to do to make you care
What do I do when lightning strikes me and I wake to find that you’re not there?

What have I got to do to make you want me? What have I got to do to be heard?
What do I say when it’s all over and sorry seems to be the hardest word

It’s sad, so sad (so sad)
It’s a sad, sad situation
And it’s getting more and more absurd
It’s sad, so sad (so sad)
Why can’t we talk it over?
Oh it seems to me
That sorry seems to be the hardest word (…) Elton John

Was muss ich tun, damit du mich liebst? Was muss ich tun, damit du dich um mich sorgst?

Was mache ich, wenn ich vom Blitz getroffen werde? Was, wenn ich aufwache, um herauszufinden, dass du nicht da bist?

Was muss ich tun, damit du mich liebst? Was muss ich tun, damit du mir zuhörst?

Was soll ich sagen, wenn es vorbei ist und die Entschuldigung das schwierigste Wort zu sein scheint?

Es ist traurig, sehr traurig.

Es ist eine sehr, sehr traurige Situation.

Und es wird immer absurder.

Es ist traurig, sehr traurig.

Warum können wir nicht darüber reden?

Oh, es scheint mir.

Als sei sich zu entschuldigen wohl das schwierigste (Wort)…..

Es tut mir leid, sorry, das wollte ich nicht…

Okay. Verstanden. Um Vergebung zu bitten, scheint schwierig zu sein. Oder zumindest ist es das, was viele von uns denken. Aber warum? Für viele Menschen bedeutet sich zu entschuldigen, die Schuld für etwas auf sich zu nehmen. “Ich bin die-/derjenige, die es vermasselt hat und du hast nichts damit zu tun.” SO IST DAS ABER NICHT! Um Vergebung zu bitten, bedeutet nicht, dass die andere Person von jeglicher Verantwortung freigesprochen wird und dass der erste, der zugibt, einen Fehler gemacht zu haben, verliert.

Zurück zum Wesentlichen

In Anbetracht der Tatsache, dass wir weder das Alter noch die Zeit für kindischen Unsinn haben, möchte ich gleich zur Sache kommen.

Die Definition der Entschuldigung und die eigentliche Bedeutung für das soziale Miteinander:

Durch die Entschuldigung drücken wir aus, dass wir die andere Person weder verletzen noch verärgern wollten. Wir fühlen uns schlecht, weil sich unser Gegenüber schlecht fühlt und es tut uns leid. Wenn wir uns entschuldigen, wollen wir nicht unser Verhalten rechtfertigen oder diskutieren was richtig oder was falsch war bzw ist. Wir möchten ausdrücken, dass uns die Gefühle des Anderen sehr wohl interessieren. WER SIND WIR eigentlich um darüber zu urteilen, ob der Andere sich in etwas reinsteigert bzw. zu Recht oder Unrecht verletzt ist? Fakt ist: Er/Sie ist verärgert, traurig, enttäuscht oder was auch immer. Diese blosse Tatsache müsste bereits ausreichen, um uns zum Nachdenken zu bringen. Klingt das für euch nach Schwäche? Wohl kaum. Menschen, die dazu in der lage sind, sich aufrichtig zu entschuldigen und über ihr eigenes Verhalten zu reflektieren, zeigen Empathiefähigkeit, emotionale Intelligenz und die Fähigkeit zu lernen.


Und eins sollten wir niemals vergessen: Unser gesamtes Leben ist voller Lektionen und wir lernen mit jedem Tag dazu…

Lebe, als gäbe es kein Morgen. Lerne, als würdest du ewig leben. (Mahatma Ghandi).

Ah…. bevor ich es vergesse…. Es ist traurig… sehr traurig… es ist eine sehr traurige Situation….

Aber warum sollte ich euch anlügen? Mir gefällt die Version mit BLUE ein wenig besser. Zumindest das Video 😉

Ein bisschen Bi schadet nie – Das Geheimnis hinter unserer Sexualität

Ein junger Mann aus Berlin packt aus und bezieht Stellung zu einem oft umschwiegenen Thema: Bisexualität.

„Ich habe kein Problem mit der Sexualität anderer. Mit meiner eigenen schon. Seit Beginn meiner Pubertät stelle ich mir die Frage, ob ich auf Frauen oder Männer stehe. Bis heute kann ich sie nicht klar beantworten. Das Gute ist: Ich muss mich nicht entscheiden. Ich darf auch bi sein.

Was steckt hinter dem Begriff  “Bisexualität”?

Bisher habe ich nur mit meinem besten Freund über diesen inneren Konflikt gesprochen. Nicht aus Scham, sondern aufgrund von Zurückhaltung. Ich rede nicht viel über meine Sexualität. Doch die Tatsache, dass ich vielleicht bi bin, führte mich zur Recherche über dieses Thema. Ich wollte wissen, was hinter dem Begriff “Bisexualität“ steht. Und welche Leute sich selbst als bisexuell bezeichnen.

So stieß ich unter anderem auf Felix Jaehn. Anfang des Jahres gab der deutsche DJ und Produzent in der NDR Talkshow zu, dass er auf Männer und Frauen steht. Er selbst empfindet das als ganz normal. Und er hat Recht. Denn prinzipiell ist jeder Mensch bisexuell veranlagt. Meint zumindest Sigmund Freud, der Begründer der Psychoanalyse.

Seinen wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge haben wir alle von Geburt an hetero- und homosexuelle Neigungen. Nach einer Phase der Bisexualität entscheiden wir uns üblicherweise für das gleiche oder das andere Geschlecht. Wann wir diese Entscheidung treffen ist allerdings offen. Und selbst wenn wir uns festgelegt haben, kann die bisexuelle Neigung im Laufe unseres Lebens immer wieder auftreten.

Für Bisexualität reichen gleichgeschlechtliche Fantasien

Es ist also völlig egal, ob und wann ich mich entscheide. Trotz dieser Erkenntnis bezeichnen sich die wenigsten Menschen als bi. Felix Jaehn ist dabei eine Ausnahme. Das liegt vielleicht daran, dass viele Leute Freuds Ergebnisse gar nicht kennen. Personen, die sich stärker zum anderen Geschlecht hingezogen fühlen meinen sie seien heterosexuell. Person, die sich stärker zum gleichen Geschlecht hingezogen fühlen meinen sie seien homosexuell. Die Frage nach der eigenen Sexualität ist damit vermeintlich geklärt.

Doch Fakt ist: Auf Männer und Frauen zu stehen bedeutet nicht beide Geschlechter gleichermaßen interessant zu finden. Man kann durchaus Präferenzen haben. Für die Bisexualität reichen erotische Fantasien mit dem jeweils gleichen oder anderen Geschlecht. Das bedeutet, dass sich eine Frau als bi bezeichnen kann, wenn sie in einer Beziehung mit einem Mann lebt und gelegentlich an Sex mit einer anderen Frau denkt. Ebenso der vermeintlich heterosexuelle Mann, der sich manchmal nach Liebe mit einem anderen Mann sehnt. Das gleiche gilt umgekehrt für schwule und lesbische Personen.

Ich habe noch nie eine feste Beziehung mit einem Mann geführt. Und kann es mir auch nur schwer vorstellen. Trotzdem habe ich erotische Fantasien mit Männern. Und lebe diese manchmal aus. Wie soll ich mich also bezeichnen? Laut Freud liegt die Antwort darauf immer im Auge des Betrachters. Letztlich kommt es darauf an, wie jeder sich selbst sieht und wofür er oder sie sich entscheidet.

Raus aus dem Schubladendenken

Ich alleine bestimme also darüber, ob ich mich als bisexuell bezeichnen möchte oder nicht. Ebenso egal ist es, wie ich mich betitele. Denn schließlich sind es nur Schubladen, in die ich mich selber stecke. Und mein innerer Konflikt muss gar keiner mehr sein, wenn ich einfach das denke und tue was ich im Moment möchte ohne meine Gedanken und Taten ständig zu bewerten.”