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Mama – warum verstehen wir uns nicht?

Auch Jahre nach der Pubertät ist die Beziehung zwischen Müttern und Töchtern oft kompliziert. Sie lieben sich, sie streiten sich und begegnen sich oftmals mit völligem Unverständnis.  Doch warum ist das so? 

Meine Mutter und ich streiten uns manchmal derart, dass die Fetzen fliegen. Und das, obwohl ich fast 30 bin! Es gibt Momente, in denen ich felsenfest davon überzeugt bin, dass ich sie nicht leiden kann, dass ich sie nur liebe, weil sie meine Mutter ist und ich sie lieben muss! Wir sind so unterschiedlich, dass wir uns gar nicht verstehen KÖNNEN! Oder?

Und dann gibt es wieder Momente, in denen ich heule wie ein kleines Mädchen, weil meine Mutter nach ihrem Besuch wieder abreisen muss oder weil ich in einem Film eine herzzerreissende Mutter-Tochter-Szene sehe und mir wird bewusst, dass sie der wichtigste Mensch in meinem Leben ist.

Töchter reagieren manchmal extrem sensibel auf Äusserungen ihrer Mütter, fühlen sich schnell angegriffen und in Frage gestellt. Mütter wiederum sind oftmals besorgt um das Wohl ihrer “Kleinen”, wünschen ihr nur das Beste und vergreifen sich dann zu 99 % im Tonfall. Doch nicht nur das mangelnde Kommunikationsvermögen führt zu Konflikten. Das wohl grössere Problem ist die beiderseitige Erwartungshaltung: Eine Mutter erwartet von ihrer Tochter Integrität, Gradlinigkeit, Erfolg und all das, was sie vielleicht selbst nicht erreicht hat. Wenn dann auch nur ein einziger Punkt an irgendeiner Stelle wankt oder eine Mutter meint, dass die eigene Tochter kurz davor seht, eine Fehlentscheidung zu treffen, fängt sie an sich zu sorgen und möchte intervenieren. Manchmal hört sie auch einfach nicht zu und verkennt in ihrem Gauben alles über ihre Tochter zu wissen, ihre Entwicklung und ihre eigentlichen Stärken und Schwächen.

Und andersrum?Ich denke ich spreche nicht nur für mich selbst, wenn ich sage, dass auch ich an meine Mutter jede Menge Erwartungen habe. Ich möchte in ihr die starke, taffe und gebildete Frau sehen, die sich durch ihr Selbstbewusstsein und ihre Authentizität auszeichnet. Sie soll eine “wahre Mutter” sein, an der ich mich anlehnen und bei der ich um Rat bitten kann, wenn ich nicht weiter weiss. Wenn sie dann strauchelt oder gar fällt, bin ich enttäuscht, sehe mich um mein Recht auf eine starke Leitfigur betrogen, fühle mich unverstanden oder von ihrem mangelnden Fingerspitzengefühl vor den Kopf gestossen. Das kleine Mädchen in mir will nicht einsehen, dass meine Mutter nicht perfekt ist. Was ich dabei vergesse, ist, dass sie nicht perfekt sein kann! Sie ist eine Frau wie jede andere auch. Sie muss sich – ebenso wenig wie ich – in keine Schablone pressen lassen. Sie ist wie sie ist – undiplomatisch, gerade heraus, unsicher, ein wenig naiv und manchmal etwas unselbständig. Doch sie hat es geschafft, mich grosszuziehen, mich mit allem auszustatten, was ich brauchte um meinen eigenen Weg zu gehen. Und genau dafür verdient sie meine Liebe und meinen Respekt. 


Vielleicht sollten wir öfter versuchen, unsere Mütter mit den unvoreingenommenen Augen einer anderen Frau und weniger mit den erwartungsvollen Augen einer Tochter anzusehen. Dann wäre das gegenseitige Verständnis füreinander vielleicht gar nicht so schwer…

Cindy Alva

Cindy Alva

Vor einigen Jahren habe ich eine etwas schwierige Zeit durchgemacht, in der ich nicht wusste was, wen und wohin ich wollte. Um mich selbst und meine Gedanken ein wenig zu sortieren, habe ich eines Tages angefangen, ein Buch zu schreibem. Babum. Ich hätte niemals gedacht, dass es irgendjemand lesen würde. Im Ernst! Aber ich hatte Unrecht.

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Cindy Alva

Ich lache gerne, bin von Natur aus glücklich, liebevoll, lebensfroh, sensibel, albern und sehr nachdenklich.

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